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Was eine Website wirklich kostet

Von Max · 3 Min. Lesezeit

Frag drei Anbieter nach einer neuen Website und du bekommst drei Preise, die kaum weiter auseinanderliegen könnten: 500 Euro beim einen, 50.000 beim anderen, für scheinbar dasselbe. Kein Wunder, dass viele Unternehmer an dieser Stelle das Vertrauen verlieren. Dabei lässt sich der Unterschied erklären, Posten für Posten. Hier steht, was eine Website wirklich kostet und woran du ein ehrliches Angebot erkennst.

Die drei Wege zu einer neuen Website

Für die meisten Unternehmen führen drei Wege zu einer neuen Website. Der erste ist die Agentur: Sie übernimmt Konzept, Design und Umsetzung, dafür zahlst du für Prozess und Betreuung. Der zweite ist der Baukasten wie Wix oder Jimdo, bei dem du selbst baust, während die Software wenig kostet und deine Zeit umso mehr. Der dritte ist der Festpreis-Anbieter, der ein klar umrissenes Paket zum festen Preis liefert. Jeder Weg hat seine Berechtigung. Rechnen wir sie einzeln durch.

Was bei Agenturen wirklich auf der Rechnung steht

Eine klassische Agentur arbeitet in Phasen: Konzept, Design, Entwicklung und darüber das Projektmanagement, das die Beteiligten koordiniert. Jede Phase kostet Zeit, und Zeit ist der eigentliche Preistreiber. Deshalb bewegen sich seriöse Agentur-Projekte für ein mittelständisches Unternehmen meist im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich. Das ist nicht unfair, sondern die Rechnung für Menschen, die mehrere Wochen an deinem Projekt sitzen.

Der Texter-Posten, der gern fehlt

Ein Posten fehlt auf vielen Angeboten: die Texte. Design und Technik werden aufgelistet, die Inhalte nicht, denn die soll oft der Kunde selbst liefern. Genau daran scheitern die meisten Projekte. Gute Website-Texte sind echte Arbeit und kosten allein beim Texter schnell einen vierstelligen Betrag. Wer sie nebenbei selbst schreiben soll, schiebt sie auf, und die fertige Website wartet monatelang auf ihren Inhalt.

Eine Website ohne Texte ist nicht halb fertig. Sie ist nicht benutzbar.

Der Baukasten: günstig, bis er teuer wird

Ein Baukasten kostet im Monat weniger als ein Mittagessen, und für ein kleines Vorhaben reicht das völlig. Wer eine schlichte Seite braucht, gern selbst schreibt und Zeit mitbringt, ist damit gut bedient. Der Preis steht nur an einer anderen Stelle: bei deinen Stunden. Du kümmerst dich um Aufbau, Texte, Bilder und Technik, und niemand sagt dir, ob deine Positionierung trägt. Für ein Unternehmen, das nach außen überzeugen muss, wird der günstige Baukasten deshalb oft zur teuersten Variante, weil er Zeit frisst und am Ende trotzdem austauschbar aussieht.

Festpreis-Modelle: worauf du achten musst

Ein Festpreis nimmt dir die Unsicherheit, wenn er ehrlich gerechnet ist. Unehrlich wird er, sobald hinterher Posten dazukommen, die vorher niemand genannt hat. Vier Fragen zeigen dir schnell, mit wem du es zu tun hast:

  • Steht der Preis öffentlich auf der Website?
  • Sind alle Texte im Preis enthalten?
  • Gibt es einen festen Zeitrahmen und einen klaren Ablauf?
  • Wer trägt die Verantwortung nach dem Livegang?

Das Fazit

Es gibt keinen Preis, der für alle stimmt. Wer klein startet und selbst anpacken will, fährt mit dem Baukasten richtig. Steht ein großes, individuelles Vorhaben an, ist die Agentur ihr Geld wert. Und wenn du Verlässlichkeit und ein klares Ergebnis willst, ohne böse Überraschung auf der Schlussrechnung, ist der Festpreis der ruhigste Weg. Wichtig ist nur eins: Du solltest wissen, was im Preis steckt, bevor du unterschreibst.

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